Illustration: Die materielle und die spirituelle Welt

 

Die materielle und die spirituelle Welt

Je mehr wir uns mit der materiellen Welt identifizieren, desto mehr sind wir auch mit dem Vergänglichen und Leidvollen verbunden.
Ruhen wir mehr in der spirituellen Welt und identifizieren wir uns mit ihr, erleben wir uns und das Leben auch mehr aus unserer natürlichen Fülle und Freude.

Nähere Erläuterung

Etwas vereinfacht gibt es eine äußere und eine innere Welt.
Manchmal werden auch die Begriffe materielle und spirituelle Welt benutzt.

Je mehr wir uns mit der äußeren oder materiellen Welt identifizieren, desto mehr sind wir auch deren Regeln unterworfen. Unsere Freude, unser Frieden und Glück sind abhängig von äußeren Aspekten. Sie sind davon abhängig, dass wir, die anderen und das Leben so sind, wie wir und andere das gerne hätten. Dies sind die Samen für Leid, Trauer, Schmerz und Enttäuschung, da das Leben, dies schließt uns und unsere Umgebung mit ein, sich natürlich nicht in von uns gewünschte Formen pressen lässt.

Darüber hinaus besteht das Leben aus permanentem Wandel, das heißt, selbst wenn wir es einmal so haben, wie wir es gerne hätten, dann wird es so nicht bleiben und wir geraten schon wieder in Stress, da wir versuchen müssten, einen nicht haltbaren Status quo zu erlangen. Das ist, als ob wir versuchen würden, Wasser zwischen den Händen zu halten oder den Wind zu bändigen.

Die innere oder spirituelle Welt ist frei von der Abhängigkeit. Sie ist wie der weite offene Himmel, durch den die Sonne scheint.
Es sind Ausdrucksformen des reinen Seins, frei von Zeit, Vergänglichkeit oder Leid.
Ein ganz wundervoller und vollkommener Zustand des Seins.
Das höchste und reine Selbst.

Allerdings ist reines Sein frei von Handlung und in solch einem Zustand haben wir keine Beziehung mehr zur äußeren oder materiellen Welt.

Es ist, als ob wir zwei vollkommen verschiedene Sprachen sprechen und in unterschiedlichen Kulturen leben würden.

Daher ist es eine gewisse Kunst beide Seiten zusammen zu führen.
In vielen Traditionen wird ein Mittelweg gelehrt und so ist dies auch in diesem Fall ein sehr hilfreicher Zugang, wenn wir noch Aufgaben in der äußeren, materiellen Welt haben und diese erfüllen wollen.

Sind wir mit unserem inneren Selbst verbunden und haben trotzdem noch die Verbindung zur äußeren Welt, dann können wir ein sehr erfülltes und glückliches Leben führen.

Wir können mit dem Leben mitfließen ohne uns von ihm wegreißen zu lassen.

Die Verbindung mit uns selbst gibt uns die Ruhe, Gelassenheit, innere Freude und Liebe sowie den inneren Frieden, das Vertrauen und Wissen, dass uns nichts geschehen kann. Denn die äußere und materielle Welt ist vergänglich, sie kommt, besteht, verändert sich und vergeht wieder.
Die innere Welt, unser eigentliches Selbst ist jedoch davon unberührt, so wie der Himmel und die Sonne unberührt bleiben von Erdbeben, Wolken und Stürmen.

Du kannst dir auch vorstellen, dass dein eigentliches Selbst wie der Raum ist. In diesem Raum geschehen Dinge, aber der Raum wird immer Raum bleiben ebenso unberührt wie nicht verletzbar durch das was in ihm passiert.

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