Illustration: Der Ozean und die Wellen Makrokosmos

 

Der Ozean und die Wellen – Makrokosmos

Die Menschen betrachten sich meist getrennt voneinander, so als ob die eine Welle nichts mit der anderen
zu tun hat. Sie definieren sich über ihre Form, ihr Sein und irgendwann kommt dann die Angst vor dem Tod,
wenn sie erleben, wie die ersten Wellen auf dem Strand aufschlagen und scheinbar vergehen.

Nähere Erläuterung

Das Bild mit den Wellen und dem Ozean gibt es ebenso noch in einer weniger individuellen Interpretation. In diesem Bild steht jede Welle für ein Lebewesen. Wir erfahren uns als Welle zwischen anderen Wellen. Wir rollen so durch unser Wellenleben und versuchen uns mit uns selbst und unserer Position im Leben zu arrangieren.

Wenn wir vor uns schauen und sehen, dass wir größer sind als die Wellen vor uns, dann fühlen wir uns vielleicht besser und wenn wir hinter uns schauen und sehen, dass die Wellen hinter uns größer sind als wir selbst, dann fühlen wir uns vielleicht weniger gut.

Irgendwann sehen wir dann oder haben schon vorher davon gehört, wie die ersten Wellen am Strand aufschlagen und wir bekommen Angst vor dem Sterben. Denn auch wir werden so enden.

Was wir bei alldem vergessen ist, dass wir als Welle immer ein Teil des Ozeans gewesen sind und sein werden. Wir waren niemals getrennt von anderen Wellen, waren weder größer noch kleiner, sondern wir waren immer Teil des Ozeans und werden es auch immer bleiben.

Ein wundervoller Teil eines vollkommenen Ganzen.
Wir alle sind in uns ganz normal und besonders zugleich.

Von daher gibt es kein besser oder schlechter sein und auch kein Sterben.
Es gibt keinen Grund für Einsamkeit, Minderwertigkeit, Angst nicht gut genug zu sein oder Angst vor dem Tod.

Wir waren immer und werden immer ein in uns vollkommener Teil der unbegrenzten Fülle des Ozeans sein.

In der Quantenphysik gehen sie übrigens davon aus, dass unser Kosmos, und das schließt uns mit ein, aus einem energetischen Feld entsteht.

Mit anderen Worten gibt es also keine einzelnen Teile, sondern wir entstehen aus dem Feld durch Energieverdichtung, ebenso wie die Welle sich durch Energieverdichtung aus dem Ozean erhebt.

Passend dazu sind Wissenschaftler*innen der Quantenphysik darüber hinaus logischerweise überzeugt, dass es keine individuelle Aktion im Universum gibt und dass alles miteinander verbunden ist und miteinander interagiert.

Sie gehen inzwischen sogar davon aus, dass es eine kosmische Intelligenz geben muss, die alles durchzieht, da sie immer wieder in Bereiche kommen, die nicht anders erklärbar sind.

Alex hat während eines Workshops ein sehr schönes Zitat von Pierre Teilhard de Chardin gehört:
„Wir sind nicht viele Menschen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern wir sind ein spirituelles Wesen, das viele menschliche Erfahrungen macht.“

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